Ayurveda ist eine traditionelle indische Heilkunst. Diagnostisch stützt sich Ayurveda auf die Humorallehre, therapeutisch auf eine breite, vorwiegend pflanzliche Pharmakologie.

Ayurveda wird heutzutage in der ganzen Welt praktiziert. In Sri Lanka und in Indien ist sie sogar eine Hauptsäule des Gesundheitswesens. In zahlreichen öffentlichen sowie privaten Spitälern wird ausschliesslich Ayurveda praktiziert.  

 

Ayurveda hat einen ganzheitlichen Anspruch

Die ayurvedische Therapie folgt dem Sinnbild der «Wiese und des Samens». Wonach eine Wiese, die sorgfältig gepflegt wird, kein Unkraut kennt. Selbst wenn sie mit entsprechenden Samen in Kontakt kommt.

 

Ayurveda schenkt stets dem ganzen Menschen Aufmerksamkeit und versucht ihn gesamthaft zu stärken - «die Wiese zu pflegen». Die Ursache einer Krankheit wird manchmal weit weg von der Auswirkung gesucht. So ist es durchaus geläufig, bei allergischen Erkrankungen wie z.B. Asthma den Magen-Darm-Trakt zu behandeln. Die ayurvedische Behandlung eines Asthma-Patienten beginnt meist mit leichten, pflanzlichen Abführmitteln, begleitet von einer Ernährungsberatung.

 

Die Schulmedizin hingegen konzentriert sich auf den «Samen» der Krankheit. So werden einem Asthma-Patienten Medikamenten für die Lunge verschrieben. Ayurveda lässt sich sehr gut mit der Schulmedizin kombinieren.

 

Ayurveda verändert die Lebensgewohnheiten

Letztlich bietet Ayurveda eine verständliche Anleitung für die abstrakten Phänomene des Heilungsprozesses. Verschiedene Atem-, Achtsamkeits- und Körperübungen (Yoga) sind effiziente Instrumente für die Selbsthilfe und die eigene Weiterentwicklung. Die ayurvedische Therapie umfasst vor allem pflanzliche Präparate und Veränderungen bei den Lebensgewohnheiten, wie Ernährung, Schlaf usw.